Interview

„Unsere Kunden sind das größte Potenzial“

Seit dem 1. Januar 2025 führen Alexander Kainer und Ingo Meitinger gemeinsam die Geschäfte der Vertriebsgesellschaft Pfeifer Timber GmbH. Beide bringen langjährige Erfahrung und unterschiedliche Schwerpunkte mit. Im Interview sprechen sie über ihre Rollen, ihre Ziele und ihre Vision für eine Zukunft aus Holz.

Herr Meitinger, Sie sind seit fast drei Jahrzehnten Teil der Pfeifer Group. Wie haben Sie den Schritt in die Führungsposition erlebt?

Ingo Meitinger: Die Firma bedeutet mir beruflich wie auch persönlich sehr viel. Über viele Jahre hinweg habe ich durch regelmäßigen Austausch mit den Senior-Chefs wertvolle Erfahrungen gesammelt und tiefgehende Einblicke gewonnen. Besonders geprägt hat mich der Kontakt mit Oskar Pfeifer, der 2025 im 92. Lebensjahr verstorben ist. Diese enge Verbundenheit und die Gewissheit, einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Unternehmens leisten zu können, erfüllen mich mit Stolz und verleihen meiner Arbeit eine tiefere Bedeutung. 
Im Lauf der Jahre durfte ich viele Veränderungen aktiv mitgestalten. Als Geschäftsführer ist die Verantwortung nun umfassender. Genau diese neue Perspektive reizt mich: Ich möchte meine Erfahrung einbringen, um durch innovative Vertriebslösungen und gutes Mitarbeitermanagement die Mission und Kultur von Pfeifer weiterzuentwickeln – und neue Impulse ins Team zu bringen.

Ingo Meitinger

ist seit 30 Jahren Teil der Pfeifer Group. Er leitete lange den Vertriebsinnendienst, übernahm später zusätzlich die Verantwortung für die Sparte Schalung und wurde 2023 zum Prokuristen ernannt. Heute führt er als Leiter des Kunden-Service-Centers (KSC) und Geschäftsführer sämtliche Vertriebsprozesse. 
 

Herr Kainer, mit welchem Fokus sind Sie in die neue Aufgabe gestartet?

Alexander Kainer: Mein Schwerpunkt liegt auf den Sparten und der Auftragssteuerung. Dabei ist klar: Das größte Potenzial liegt bei unseren Kunden. Wir wollen noch näher an sie heranrücken, ihre Bedürfnisse besser verstehen – und ihnen Angebote machen, die uns klar vom Wettbewerb abheben. Die Internationalisierung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Besonders im Blick haben wir Märkte wie die USA, Großbritannien oder Asien. Gleichzeitig wollen wir intern Prozesse so aufstellen, dass der Vertrieb effizienter wird und stärker als Berater agiert. Die Digitalisierung ist dafür ein Schlüssel.

Inwiefern wirkt die Digitalisierung als Turbo?

Alexander Kainer: Indem sie Freiräume schafft: Durch die Digitalisierung haben wir mehr Zeit für den Kunden, können intensiver beraten. Ziel ist, dass der Vertrieb vom klassischen Verkäufer zum Partner wird, unterstützt durch klare, digitale Abläufe im Hintergrund. Das sorgt für Effizienz, aber vor allem auch für bessere Kundenerlebnisse. In diesem Zusammenhang spielt auch die Auftragssteuerung eine große Rolle. Wir müssen sicherstellen, dass wir Aufträge nur dann annehmen, wenn sie wirtschaftlich sinnvoll sind – und das standortübergreifend, in Österreich, Deutschland, Tschechien und künftig auch in Finnland. Ziel ist es, profitable Aufträge effizient und nach dem One-Stop-Shop-Prinzip zu steuern.

Alexander Kainer

bringt über 25 Jahre Erfahrung in der internationalen Unternehmensentwicklung in die Pfeifer Group mit. Seit 2019 war er im Beirat tätig, 2023 wurde er zum Geschäftsführer in der Pfeifer Group berufen. Seit Anfang 2025 fungiert er als CEO der Pfeifer Timber und seit Juli 2025 zusätzlich als CEO von Pölkky Oy. Seine Schwerpunkte liegen in der Führung der Sparten, der ergebnisoptimalen Auftragssteuerung in die Werke und der dazu notwendigen Abstimmung zwischen Vertrieb und Produktion.  

Herr Meitinger, welche Veränderungen waren für Sie in all den Jahren besonders prägend?

Ingo Meitinger: Vor allem die technologische Entwicklung – von der Automatisierung bis zu fortschrittlichen Datenanalysen – hat unsere Arbeit nachhaltig verändert. So konnten wir Effizienz und Produktivität deutlich steigern. Auch die Expansion in internationale Märkte war ein wichtiger Meilenstein. Sie hat unsere Reichweite enorm vergrößert, bringt aber auch die Herausforderung mit sich, sich auf unterschiedliche Marktanforderungen einzustellen. Gleichzeitig hat sich die Kundenbetreuung gewandelt: Heute erwarten Kunden personalisierte Services und schnelle Reaktionszeiten. Und nicht zuletzt sind Themen wie Nachhaltigkeit und Mitarbeiterentwicklung viel stärker in den Mittelpunkt gerückt.

Wo sehen Sie heute die Stärken von Pfeifer als Partner?

Alexander Kainer: Ein klarer Vorteil ist unsere breite Wertschöpfungskette – vom Sägewerk bis zur vollständigen Reststoffverwertung. Sie erlaubt es uns, als Komplettanbieter aufzutreten. Auch das Zusammenspiel der Produkte ist stark – etwa Klotz und Schnittholz, Schalungsplatte und Träger oder BSH mit Dreischichtplatte. Hier liegt sicherlich noch Potenzial im Vertrieb, um bestimmte Kunden noch umfassender zu bedienen. Und unser Team ist eine unserer größten Stärken. Die Erfahrung und Loyalität im Vertrieb sind wirklich beeindruckend. Last but not least: die gute Reputation. Egal, wo ich in meiner Rolle auftrete – der Name Pfeifer steht für Vertrauen, Qualität und Verlässlichkeit.

Herr Meitinger, welche Ziele verfolgen Sie als Geschäftsführer?

Ingo Meitinger: Für mich stehen mehrere Themen im Fokus. An erster Stelle die Kundenzufriedenheit: Wir wollen ein herausragendes Kundenerlebnis schaffen. Gleichzeitig ist mir die Mitarbeiterentwicklung wichtig – Talente zu fördern, ein motivierendes und wertschätzendes Umfeld zu bieten, stärkt unsere gesamte Organisation. Auch Innovation, Wachstum und Nachhaltigkeit sind zentrale Ziele. Wir müssen umweltfreundliche Praktiken etablieren, höchste ethische Standards einhalten und gleichzeitig Effizienz und Rentabilität steigern. Die Herausforderung liegt in der kontinuierlichen Optimierung, ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu machen.

Zum Abschluss ein Blick nach vorn: Wohin geht die Reise?

Ingo Meitinger: Mein Werdegang bei Pfeifer war geprägt von stetiger Entwicklung und neuen Herausforderungen. Auch künftig werde ich mein Bestes geben, um das Unternehmen weiter voranzubringen. Unsere Rollen sind klar verteilt, wir ergänzen uns gut und wollen den Vertrieb gemeinsam stärken. 
 
Alexander Kainer: Holz gehört die Zukunft. Auch wenn die Bauwirtschaft derzeit stagniert, zeigt sich der Holzbau stabil bis wachsend – sowohl bei Preisen als auch bei Mengen. Und das ist erst der Anfang. Wenn wir unsere Stärken noch gezielter ausspielen, können wir den Vertrieb international weiterentwickeln und unsere Marktpräsenz deutlich ausbauen. Ich blicke mit Zuversicht in die Zukunft!

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