Frage 01
Herr Strobl, Sie haben mehrere Jahre am Konzept zur Neugestaltung der Kramergasse gearbeitet. Was macht das Decorona Quartier für Sie besonders?
Michael Strobl: Zwischen den ersten Entwürfen und der jetzigen Planung sind einige Jahre vergangen – das hat dem Projekt gutgetan. Durch die behutsame Einbindung des historischen Decorona-Hauses hat das Quartier eine besondere Atmosphäre erhalten. Mit dem früheren sogenannten „Lung-Haus“ am Lainplatz kommt ein weiterer starker Bezugspunkt mit starker Vergangenheit hinzu. Zusammen mit den neuen Baukörpern entsteht so ein Ensemble mit unverwechselbarem Charakter. Das positive Echo darauf ist enorm.
Frage 02
Was erwartet die Menschen, die künftig hier wohnen, arbeiten oder einkehren?
Michael Strobl: Das Decorona Quartier bringt eine neue Qualität des Lebens in die Innenstadt. Neben barrierefreien, großzügigen Wohnungen in allen Größen wird es auch Büros und eine Arztpraxis geben. Herzstück ist ein Innenhof mit hochwertiger Gastronomie – ein Ort der Begegnung, der zugleich Raum für Rückzug und Erholung lässt.
Frage 03
Viele Imsterinnen und Imster haben sich eine Neuausrichtung der Kramergasse gewünscht. Was treibt Sie persönlich an?
Michael Strobl: Ich bin Imster und lebe mit meiner Familie in unmittelbarer Nähe des Quartiers. Wir gestalten hier unsere eigene Nachbarschaft – so, wie wir sie uns selbst wünschen. Wer, wenn nicht wir Imsterinnen und Imster, soll sich dieser Herausforderung stellen? Es ist mir ein persönliches Herzensanliegen, hier aktiv zu werden. Die Kramergasse war immer Teil des städtischen Zentrums. In den vergangenen Jahren ist das Potenzial aufgrund der vielen Leerstände kaum mehr gesehen worden. Mit dem Decorona Quartier wollen wir dieses innerstädtische Herz zurückgewinnen und einen Impuls für eine lebendige Innenstadt setzen. Erste positive Entwicklungen zeigen bereits, dass wir damit richtig liegen.
Frage 04
Welche Entwicklungen meinen Sie konkret?
Michael Strobl: Direkt neben dem Decorona Quartier hat die Familie Regensburger ihre Konditorei mit großer Qualität erweitert und gezeigt, wie bestehende Substanz gelungen für heutige Ansprüche genutzt werden kann. Auch die Familien Bair und Venier haben mit dem Stadthaus Rosengartenschlucht in der Kramergasse 21 ein starkes Beispiel für die ursprüngliche Qualität dieser Straße geschaffen.
Dazu kommen weitere Projekte: die Neugestaltung des Johannesplatzes, der Umbau des Würtenberger-Hauses zur neuen Tourismus-Zentrale und die Revitalisierung des ehemaligen „Leder Jäger“-Gebäudes. Auch wir selbst haben zuletzt in der Floriangasse 10 gezeigt, wie man historische Ensembles für die Gegenwart adaptiert. Davor haben wir uns bereits mit der Generalsanierung der Pfarrgasse 20 als Wohn- und Geschäftshaus inklusive der Erweiterung des städtischen Kindergartens klar zur Entwicklung der Innenstadt bekannt. Aktuell läuft die Sanierung der Pfarrgasse 5. Die Generalsanierung der Pfarrgasse 8 sowie des Johannesplatzes 6–8 folgt nach Fertigstellung des Decorona-Quartiers und befindet sich derzeit in der Vorprojektierung. Die jüngsten Projekte lösen eine Dynamik aus. Man spürt: In der Innenstadt bewegt sich vieles – und wir alle zusammen schaffen die Grundlage für eine neue Lebens- und Wohnkultur im Herzen von Imst.
Frage 05
Es stehen auch größere Gestaltungsprojekte im Bereich öffentlicher Plätze an.
Michael Strobl: In Folge der Arbeiten an der Wildbachverbauung steht eine Neugestaltung im Bereich Johannesplatz an. Ein entsprechender Gestaltungs-Wettbewerb wurde bereits abgeschlossen. Es gibt auch positive Signale, dass der Lainplatz im Zuge der Realisierung des Decorona Quartiers eine Neugestaltung erfahren sollte.
Frage 06
Worin bestehen aus Ihrer Sicht die Vorzüge dieser künftigen Wohnumgebung?
Michael Strobl: Es ist reizvoll, hier zu wohnen. Die Ausrichtung der Wohnungen Richtung Gurgltal und mit Blick auf den Tschirgant bringt die schöne Naturlandschaft der Umgebung mitten hinein in die Räume. Von hier sind zudem die wesentlichen Angebote der Stadt fußläufig erreichbar: Ärzte, Therapiepraxen, Banken, Gastronomie, Schulen, Apotheke, die öffentliche Verwaltung oder auch eine Kultureinrichtung wie die Stadtbühne Imst.
Es stehen großzügige Tiefgaragenflächen zur Verfügung. Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzen möchte, findet gleich um die Ecke Anbindungen in alle Richtungen. Per Bus ist man in fünf Minuten im Wander- und Skigebiet Hoch-Imst. Wer im Decorona Quartier wohnt oder auch arbeitet, genießt helle, sonnige Räumlichkeiten. In Summe bietet das Areal enorm viel Qualität.